Beschriebene Gesundheitsstörungen

Beschriebene Gesundheitsstörungen

Folgende Symptome sind in der Literatur beschrieben:

Gedächtnisdefizite, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschwäche und -ungleichgewicht, kognitive Beeinträchtigung, Symptome des Zentralen Nervensystems, gastrointestinale Probleme, Probleme des Atmungssystems, neurotoxische Symptome, Parästhesien, Taubheit der Finger, Lippen, Hinken, neuropsychologische Symptome, Gedächtnis Beeinträchtigung, Mangel an Koordination, Atembeschwerden, kardiovaskuläre Symptome, Hautsymptome, Reizung von Augen, Nase und obere Atemwege, Empfindlichkeit, Immunsuppression, multiple Chemikalien Empfindlichkeit

Nicht immer zeigen alle Crewmitglieder oder Passagiere (sofort) Symptome in (zeitlichem) Zusammenhang mit einem Fume Event. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen hängt das vermutlich mit der physiologischen Fähigkeit jedes Menschen zu entgiften zusammen, der „individuellen biologischen Suszeptibilität“. Vorangegangene Vergiftungen, Ernährungsgewohnheiten, Medikamenteneinnahme, generelle Gesundheit und auch die genetische Struktur, um nur einige Faktoren zu nennen, können eine entscheidende Rolle dafür spielen, wie ein Mensch auf eine Exposition mit (neuro-)toxischen Substanzen reagiert.

Manche Symptome entstehen sofort, andere können erst nach mehreren Wochen nach dem Flug auftreten. Das hängt mit dem verzögert einsetzenden, neurotoxischen Effekt zusammen, d.h.  die Toxine müssen erst ihr schädigendes Potential im Körper entfalten bevor sie Symptome auslösen. Diese werden dann aber in der Regel nicht mehr mit dem eigentlichen Auslöser, dem Flugereignis, in Verbindung gebracht und können demnach auch medizinisch durch den Arzt nur schwer ursächlich diagnostiziert und zugeordnet werden.

Wir halten auch eine Dauerbelastung im Niedrig-Dosis Bereich als Auslöser für einsetzende Symptome für möglich. Hinweise dafür geben aktuelle wissenschaftliche Diskussionen und schlußendlich der Auftrag der EU Kommission an die EASA die Effekte der „Low Dose Exposure“ wissenschaftlich zu untersuchen.

Grundsätzlich muss ebenfalls festgehalten werden, dass es sich um eine multikausale Belastung bzw. Erkrankung durch einen Chemikaliencocktail handelt. Es ist völlig unverständlich, warum industrieseitig immer noch versucht wird, eine monokausale Ursache für den Symptomkomplex, der als „Aerotoxisches Syndrom“ beschrieben und bekannt ist, zu finden.

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